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Tag 5 mit Ritalin

Gestern ist mein Geburtstag gewesen. Ich fühlte mich eher ausgepowert von der Dauerbelastung als fröhlich oder lustig und in Feierlaune.

Trotzdem wollte ich mich nicht hängen lassen und planten abends ein schönes Essen. Jan war die letzten Tage eigentlich nur zu Hause. Heute verabredete er sich dann und bums... er passierte. Wieder zu spät gekommen, Handy aus und Pech gehabt. Ich blieb sehr entspannt. Wir hatten zu essen angefangen und ich nahm seine Entschuldigung einfach nicht an. ADS und Pubertät hin oder her... Ich kann doch jetzt nicht alles akzeptieren und durchgehen lassen?! Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit ist mir leider sehr wichtig und ich sehe es immer noch sehr eng....

Das Ritalin wirkte die letzetn Tage und Jan half sehr viel in unserem Büro mit. Das kenne ich überhaupt nicht von ihm. Das er in der Lage ist sich mit etwas zu beschäftigen. Das seine Konzentration länger als 10 Minuten in Anspruch nimmt. Nun klappt es gut. Er hat die Verantwortung für ein kleines Projekt übernommen und arbeitet seit Tagen bis zu 3 Stunden am Stück und das sehr ordentlich und zügig. Er ist stolz auf sich und wertet seine Arbeit nicht ab. Das tut er normalerweise sehr gerne... Er kann auch sehr gut wichtiges von unwichtigen differenzieren. Auch wenn er seine Arbeit unterbricht, schafft er es trotzdem danach sich wieder zu fokussieren. Das wäre ihm früher nie gelungen. Ein Fortschritt....

Jan nimmt mittlerweile die 10 mg Ritalin am Morgen möchte aber kein weiteres Ritalin danach nehmen. Ich akzeptiere das und habe auch den Eindruck das Ritalin wirkt von morgens um 9:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr am Nachmittag.

Er hat Einschlafstörungen. Wir haben es abends mit Passionsblume versucht aber das scheint ihm nicht zu helfen besser in den Schlaf zu kommen. Von einem heftigen Rebound Effekt scheint er nichts zu bemerken. Das ist schon einmal sehr gut. Die ADS Effekte scheinen auch wenn das Ritalin nachlässt etwas abgeschwächt zu sein.

Aber die Probleme sind halt schon wieder da. 

Ich bin gespannt wie es weitergehen wird. Nächste Woche Mittwoch geht er in die neue Schule zum Hospitieren. Wir haben uns wieder für eine Privatschule enzschieden, alleine wegen der Klassengröße. Er hat 15 andere Schüler in seinem Jahrgang. es ist eine ganz normale Schule für den Realschulabschluss und Abitur in 13 Jahren.

Jan hat Angst vor der neuen Situation. Aber er ist schulpflichtig und braucht ja nun auch einmal die sozialen Kontakte. Die Lehrer wirkten sehr freundlich und nun müssen wir abwarten.

Ich bin auf alle Fälle froh wenn dieser Schritt getan ist. Er muss jeden Tag über 1 Stunde zur Schule hin und zurück... Aber hier in unserem Ort sind die Schulen überfüllt. Es war auch mit seine Entscheidung diese Schule zu nehmen.

Ich frage mich echt wie andere AD(H)S Kinder es auf Regelschulen so verpacken? Das erschwert die ganze Situation doch sicher noch mehr. Noch mehnr Einflüsse, noch lauter und noch wuseliger.

Welche Erfahrungen habt ihr denn? Vielleicht mag mir jemand eine Antwort dazu geben. Im Internet findet man einiges über ADS aber nicht im Jugendalter, sondern die Kinder sind meistens noch sehr klein...

 

 

Maria am 23.5.15 07:25

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